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Alfred Nolden

ALFRED NOLDEN

“IST DAS NICHT EIN PRACHTVOLLES TIER?“

500 Hühner, 450 Gänse, hunderte Hähnchen, Enten und Puten. Alle glücklich vereint – draußen in der frischen Eifelluft des 360-Seelen-Dörfchens Todenfeld bei Rheinbach.

 

 

DER FLEISSIGE ALFRED – ODER WIE EIN LANDWIRT ÜBER DEN MASCHINISTEN ZUM GLÜCKLICHEN HÜHNERBARON WURDE

„An schönen Tagen liegt mir die ganze Köln-Bonner Bucht zu Füßen und am Horizont kann ich sogar den Kölner Dom sehen. Der Blick von unserem Hof wird niemals langweilig und so bin ich am liebsten draußen“, schwärmt Alfred Nolden und weiß sich damit eins mit einer unübersehbaren Schar seiner besten Gefährten. Als da wären: 500 Hühner, 450 Gänse, hunderte Hähnchen, Enten und Puten. Alle glücklich vereint –  draußen in der frischen Eifelluft des 360-Seelen-Dörfchens Todenfeld bei Rheinbach. Das Federvieh interessiert sich wahrscheinlich weniger für das grandiose Panorama als für das saftige Gras- und Kräuterparadies auf mehr als sieben Hektar Weideland. In genau diesem Punkt sind sich Federvieh und der Federvieh-Liebhaber vollkommen einig: Huhn, Gans & Co können sich nicht nur sattsehen, sondern auch nach Belieben sattfressen und austoben – und der „Chef“ erfreut sich derweil am gesunden, langsamen Wachstum seiner exquisiten Geflügelschar.

„Schon als kleines Kind hatte ich meine eigenen Hühner. Gänse ziehe ich schon seit mehr als 30 Jahren groß. Mit meinen Hühnern und Hähnen bin ich bundesweit zu den großen Geflügelschauen gereist“, erinnert sich Arnold Nolden. Der Stammbaum der Noldens reicht bis ins Jahr 1700 und wie seine Vorfahren hat auch Alfred Nolden Landwirt gelernt. Doch die angestammten 20 Hektar der Familie hätte er nur mit der Entscheidung für einen Aussiedlerhof dauerhaft bewirtschaften können.

Die finale Entscheidung traf das Schicksal in Gestalt eines Tiefbauunternehmers: Landwirt Nolden ließ seinen Hof pflastern und half dabei kräftig mit. „Als die Arbeiten glücklich gelungen waren, machte mir das Unternehmen ein Angebot: Du kannst bei uns anfangen!“ Da wurde der Landwirt zum Maschinisten. Und das ist er immer noch. Werktags rangiert er seinen Radlader. Acht Stunden lang. Danach wird er wieder Landwirt. Bis 21 Uhr – wenn alles gut läuft. Um sechs meldet sich der Wecker…

„Der Maschinist verdient das Geld für den Lebensunterhalt – der Landwirt verdient sich etwas dazu und kann dabei seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Geflügel hegen und pflegen“, schmunzelt der Überstundenheld, der mit seinem graumelierten Lockenkopf und seiner kräftigen Statur ohne weiteres den „Hühnerbaron“ geben könnte. Es traf ihn schon mal härter. Da standen noch ein paar Galloways auf der Weide und einige Schweine im Stall. Die mußten weichen. Denn es entwickelte sich ein Eier-Boom. Albert Nolden hatte eine Kühlbox an der Dorfstraße platziert, aus der sich seitdem die Kundschaft selbstbedienen kann. „Manche nehmen tatsächlich eine 50-Kilometer-Tour in Kauf, um bei uns Eier zu holen. Das hätte ich selbst nie für möglich gehalten“.

Und warum ist es möglich geworden? „Es ist das Futter. Und die Zeit für die Tiere. Ich bin kein Bio-Mann was die Zertifizierung betrifft. Aber ich mache es einfach, wie es meine Tiere am liebsten mögen: Artgerecht, draußen wie drinnen. Und eben immer Top-Futter. Vor allem viel Weizen für die Hühner und Mais für die Hähnchen. Im Winter füttere ich frischen Chicoree aus einem Betrieb in der Region an die Hühner. Dann wird denen auch nicht langweilig. Die Gänse bekommen einmal die Woche altbackenes Brot. Die verputzen eine komplette Anhängerladung an einem Tag!“

„DeliTeam“ entdeckte bei Alfred Nolden den „Eifeler Prachthahn“ und fand damit ein Hähnchen, das mit den renommiertesten Produkten auf dem Markt konkurrieren kann. „Normale Hähnchen bringen es auf zwei Kilo in 45 Tagen. Unsere genießen siebzig bis achtzig Tage und bewegen sich ständig und draußen“.

Trotz des großen Erfolgs seiner Top-Qualitätsprodukte wird Alfred Nolden seinen Betrieb nicht ausdehnen. „Als kleiner Betrieb können wir unsere Tiere noch selbst auf dem Hof schlachten. Keine langen Transporte, so wenig wie möglich Stress für die Tiere. Ich gucke nicht auf den maximalen Profit. Alle meine Tiere haben es bei mir gut, so lange sie leben“. Bei diesem Satz schaut der Hühnerbaron verzückt auf ein graumeliertes Federvieh, das neugierig auf den Besucher zusteuert. „Ist das nicht ein prachtvolles Tier? Gerade durch die Mauser, wunderschön und kerngesund!“. Diese Pracht der Schöpfung glänzt leider nicht im gewohnten grandiosen Panorama. Der Kölner Dom liegt an diesem Herbstmorgen im Nebel. Macht nichts: Wir sehen einfach ein Huhn aus dem Bilderbuch. Und es lebt noch genau so, wie wir es fast nur noch aus dem Bilderbuch kennen.

 

Balken

 

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